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Am 09.01.2015 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna.

Kreis soll die Kastration von Katzen regeln

Fachausschuss des Landes arbeitet an einer entsprechenden Verordnung

Kreis Unna Fröndenberg hat sie. Unna will sie - zuständig sein könnte allerdings bald der Kreis in Sachen Kastrationspflicht für Katzen. Am 21. Januar befasst sich der zuständige Fachausschuss des Landtages mit der Thematik.

Die Kastration frei laufender Katzen zwecks Populationskontrolle ist Tierschutz. Daran gibt es spätestens seit der Novellierung des Tierschutzgesetzes Mitte 2013 keinen Zweifel mehr. Offen ist allerdings die Frage der Zuständigkeit. Denn die Verantwortung hat der Bund auf die Länder übertragen - und zumindest in Düsseldorf hadert man bislang mit der Frage, ob man den Ball weiterspielt an die Kreise und kreisfreien Städte.

Nun befasst sich der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Düsseldorf mit der Thematik, wie eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums auf Anfrage erläuterte. Die Zuweisung der Zuständigkeit sei ein Rechtsakt, der den formalen Weg durch den Landtag gehen müsse. Erst nach der Fachausschusssitzung am 21. Januar könne die Verordnung durch das NRW-Innenministerium veröffentlicht werden. Dann liege die Zuständigkeit bei den Kreisen und kreisfreien Städten. Mangels Erlass sieht die Kreisverwaltung bislang keinen Handlungsbedarf, wie Sprecherin Birgit Kalle erläuterte. Die Städte und Gemeinden warten indes mitunter sehnlichst auf eine eindeutige Regelung. In Unna beispielsweise steht schon seit Jahren die Forderung im Raum, endlich eine Kastrations-und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen einzuführen. So wie es die Stadt Fröndenberg 2012 getan hat. Protagonist ist dabei die Katzen-Streunerhilfe Fröndenberg, die es sich mit ihrer Gründung 2008 zur Aufgabe gemacht hat, sich um Streunerkatzen rund um Fröndenberg zu kümmern. "Zu kümmern heißt vor allem, zu versuchen, durch Kastrieren der Tiere ein weiteres Katzenelend zu verhindern" heißt es auf der Internetseite des Vereins.

 

Gesetzlich geregelter Tierschutz

 

In § 13 b des Tierschutzgesetzes werden die Landesregierungen ermächtigt, Regelungen zur Kastrationspflicht von Katzen zu treffen. Diese Ermächtigung können sie an Kommunen übertragen. Kommunen können dann entsprechende Schutzgebiete ausweisen, in denen wild lebende Katzen kastriert sowie gekennzeichnet werden.

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Am 13.02.2015 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna.

Katzen-Not: Kreis ist zuständig

Land überträgt Tierschutzaufgaben

Unna Die Zuständigkeit für den "Schutz frei lebender Katzen" liegt nun auch offiziell beim Kreis. Er bestätigt nun die Übertragung von Tierschutzaufgaben durch das Land. Wie er das Problem angehen will, ist aber noch offen. In etwa zwei Monaten soll es dazu Musterverordnungen und Materialien geben. die der Kreis dann übernehmen kann, hieß es. Hintergrund ist eine wachsende Population von verwilderten Katzen in der Region, deren Mitglieder durch Hunger und Krankheit leiden. Ob es für Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen mit "Freigang" überhaupt eine Rechtsgrundlage gibt, wurde von den Kommunen bislang unterschiedlich bewertet. Die Städte Bergkamen und Fröndenberg regeln dies über ihre "ordnungsbehörtlichen Verordnungen", die Kreisstadt Unna lehnte die Aufnahme in ihr Ortsrecht bislang ab.

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