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Am 31.01.2013 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna. Von Thomas Raulf.

Berlin soll für Unna die Katzenfrage klären

Kastrationspflicht: Stadt wartet auf Bundesgesetz - Das hätte aber nur dann lokale Auswirkungen, wenn das Land einen Bedarf erkennt

Unna Wie gefährlich sind frei laufende Katzen, die sich unkontrolliert vermehren? Die Beantwortung dieser Frage ist Auslegungssache. Die Folge: Die Stadt verschiebt eine aus Sicht von Tierschützern dringend notwendige Verordnung zur Kastrations-pflicht auf unbestimmte Zeit. Die Nachbarstadt Fröndenberg zeigt: Es geht auch anders.

Kot auf den Straßen und Wegen, in öffentlichen Sandkästen und auf Grünflächen kann gesundheitliche Gefahren für Mensch und Tier mit sich bringen. Streunende Katzen können den Straßenverkehr gefährden. Diese und andere mögliche Gefahren listet die Stadt Fröndenberg in einer Beschlussvorlage für den Stadtrat auf. Ferner heißt es in dem Verwaltungspapier aus der Nachbarkommune, eine einheitliche Sichtweise bezüglich der Gefahr durch freilaufende Katzen für die öffentliche Sicherheit und Ordnung gebe es nicht. Trotzdem hat der Rat endschieden: In der Ruhrstadt gilt seit dem vergangenen Herbst eine Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für freilaufende Katzen. Dasselbe wünschen sich Tierschützer in Unna. Doch hatten sie bisher keinen Erfolg.

Die Stadt beruft sich darauf, dass der Bund das Problem regelt. Tatsächlich hat eine entsprechende Gesetzesvorlage inzwischen den Bundestag passiert. Morgen muss der Bundesrat die Novellierung abnicken. Doch das heißt nicht, dass schon bald in ganz  Deutschland die erhoffte Kastrationspflicht gilt: Das neue Gesetz, sollte es auf Bundesebene auch die letzte Hürde nehmen, wird den Landesregierungen die Möglichkeit einräumen, in bestimmten Regionen eine Kastrationspflicht einzuführen. Unter dem Strich bedeutet das, eine verbindliche Regelung für Unna ist noch weit weg.

Weiterhin im Raum steht ein Antrag an den Unnaer Stadtrat. Der Antrag steht auf der Tagesordnung des Rates am 21. März. Der von der Verwaltung formulierte Beschlussvorschlag lautet auf Ablehnung. Verwaltungssprecherin Katja Sahmel erläutert, aus Sicht der Unnaer Ordnungsbehörde besteht wegen freilaufender Katzen keine Gefahr. Deswegen könne der Antrag nicht erfolgreich sein. Bürgermeister Werner Kolter hatte bereits erklärt, er wolle besagte Gesetzes-novellierung auf Bundesebene abwarten und dann den Antrag erneut dem Rat zur Endscheidung vorlegen. Es müsste aus Sicht der Stadt erleichterte Bedingungen für die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht gelten, damit Regelungen für Unna festgelegt werden.

Zunächst also bleiben Unnas Tierschützer auf sich gestellt. Sie nehmen sich frei laufender Katzen an, die ihnen als verletzt, krank oder plötzlich zu Dutzenden gemeldet werden. 

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Am 11.05.2013 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna.

Warnung vor Rattengift

Illegale Schilder im Wald aufgestellt

Holzwickede "Achtung Rattengift" - diese auf Schildern geschriebene Mahnung schockiert die Spaziergänger, die den Waldweg zwischen Freibad "Schöne Flöte" und Billmericher Weg nutzen. "Das kann doch gar nicht sein", empören sie sich. Beim Ordnungsamt klingelten die Telefone heiß. denn nicht nur die Hundehalter haben nun Angst um ihre Vierbeiner, auch Eltern machen sich Sorgen, dass ihren Kindern etwas passieren könnte.

Dem Ordnungsamt ist aber nichts von einer Rattengiftaktion bekannt und die wäre auch nicht mitten im Wald durchgeführt worden. Also kontaktierte man den Landwirt und für den Wald zuständigen Jagdausübungsberechtigten Drees. Seine Ehefrau, Annegret Drees-Hummelbeck, konnte gestern in einem Gespräch mit der Redaktion bestätigen, dass Rattengift-Warnschilder gesehen wurde. Nur, wer sie aufgestellt hat, weiß sie auch nicht. Sie vermutet, dass ein Hundehasser zu dieser Maßnahme gegriffen hat. Was Annegret Drees-Hummelbeck nämlich immer wieder hört, das sind die Klagen von Spaziergängern über freilaufende Hunde.

Es soll, so erklärte sie gestern, auch schon zu Angriffen auf andere Hunde gekommen sein. Möglicherweise habe also jemand "auf eigene Faust" zu dieser Maßnahme gegriffen, habe Schilder aufgestellt und so an die Anleinpflicht erinnert. Dass im Wald tatsächlich illegal Rattengift ausgebracht wurde, kann niemand bestätigen. Auch das Ordnungsamt nicht. Zumindest sei bislang noch kein Fall bekannt geworden, bei dem etwas passiert sein, so Andreas vom Lehn vom Ordnungsamt gestern

Hundehalter sollten sich auf jeden Fall an die gesetzliche Vorschrift halten und ihre Tiere an der Leine führen und auf dem Weg bleiben und nicht durch das Unterholz streifen 

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Am 13.05.2013 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna. Von Thomas Raulf.

Bauchschuss bringt Kater in Lebensgefahr

Unbekannter trifft Tier mit Luftgewehr

Polizei ermittelt wegen Tierquälerei

Königsborn In Königsborn hat ein Unbekannter eine Katze angeschossen. Der Bauchschuss mit einem Luftgewehr hat das Tier lebensgefährlich verletzt. Die Polizei ermittelt.

Der Vorfall hat sich vermutlich am 5. Mai ereignet. Genau lässt sich das nicht mehr rekonstruieren. An jenem Sonntag gegen 17 Uhr ließen Elisabeth und Dieter Buchmann ihren Kater Smokey wie üblich nach draußen. Doch anders als sonst dauerte es Tage, bis das Tier wieder zurückkehrte. Am Mittwochmorgen fand Elisabeth Buchmann ihren Kater. Er lag auf der Terrasse. "Sein Fell am Bauch war ganz verklebt", berichtet die Königsbornerin. Sie und ihr Mann vermuteten zunächst, ein Auto habe den Kater angefahren, oder eine anderes Tier habe ihn gebissen, daher die Verwundung. Sie brachten Smokey zum Tierarzt. Der stellte schnell fest: Das Tier wurde angeschossen. Auf dem Röntgenbild seien die Umrisse einer Luftgewehrkugel deutlich zu erkennen gewesen, berichten Buchmanns.

Inzwischen haben sie Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Behörde erklärt, ein solcher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sei keine Bagatelle, sondern eine Straftat. Findet die Polizei einen Verdächtigen, droht ihm oder ihr eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Die Polizei ermittelt. Ein Sprecher betont, dass man den Fall ernst nehme. Letztlich ist auch zu klären, wer in Königsborn mit einem Gewehr herumschießt. Volljährige dürfen Luftgewehre besitzen, ohne Waffenschein aber nicht außerhalb ihres Grundstücks führen oder gar benutzen.

Buchmanns leben im Norden Königsborns, in eine Siedlung kurz vor der Stadtgrenze zu Kamen. Ihr Kater lief immer frei in der Nachbarschaft herum. Den Eigentümern ist schleierhaft, wer dem Tier nach dem Leben trachten könnte. Natürlich geht eine Katze auch in fremde Gärten, aber ernsthafte Beschwerden haben es nie gegeben, sagte Dieter Buchmann. Er und seine Frau wenden sich an die Öffentlichkeit in der Hoffnung, beim Täter einen Denkprozess anzuregen. Wer auch immer den Kater angeschossen hat, soll wissen, dass die Polizei ermittelt. "Dieser Mensch weiß gar nicht, was er dem armen Tier angetan hat."

Das Geschoss konnte bisher nicht aus Smokeys Bauch entfernt werden. Bislang wäre eine Operation für den Kater lebensgefährlich gewesen.

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Am 14.05.2013 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna.

Hund frisst Rattengift

Holzwickede Schilder mit der Warnung vor Rattengift schreckten die Holzwickeder in der vergangenen Woche auf (wir berichteten). Jetzt ist die achtjährige Suleika, ein kleiner Shih Tzu-Yorkshire-Mischling, Opfer von Rattengift geworden. Seine Besitzerin kann nicht genau sagen, wo der Hund beim Spaziergang in Holzwickede das Gift gefressen hat. Fakt ist: Die Spaziergänge führten auch durch den Wald an der Schönen Flöte. Dort fanden sich die illegalen Warnschilder und möglicherweise auch das Gift. Die Hündin könnte es aber auch an der Hamburger Allee, am Festplatz oder an der Dudenrother Straße gefressen haben. Passiert ist das Anfang Mai. Der Hund erlitt einen Zusammenbruch, hatte Darmblutungen, konnte aber vom Tierarzt gerettet werden. Die Hundebesitzerin hat den Vorfall bereits beim Ordnungsamt gemeldet. Suleika, so sagt sie, sei die ganze Zeit angeleint gewesen.

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Am 14.12.2013 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna.

Katzen-Faltblatt im Januar

Unna Die Informationskampagne gegen die zunehmende Not wild lebender Katzen soll Anfang 2014 anlaufen. Im Mittelpunkt steht dabei ein Faltblatt, das die Stadt zurzeit gestaltet. Ein Entwurf ist inzwischen fertig und sei in der Endabstimmung, so Stadtsprecherin Katja Sahmel. Der Vertrieb der Informationsschrift soll im Januar über Tierarztpraxen und die üblichen Auslegungsstellen in öffentlichen Gebäuden geschehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Sterilisation von Katzen und Katern mit Freigang.

Ein offizieller Kastrationszwang wird dagegen weiter auf sich warten lassen. Zwar ist das Tierschutzgesetz inzwischen derart geändert worden, dass die Zuständigkeit dafür auf die Kommunen übergehen kann, doch eine präzisierende Rechts-verordnung beim Land ist noch in Arbeit.

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Am 24.12.2013 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna.

NRW geht wichtigen Schritt für Tierschutz

 

Als erstes Bundesland untersagt es die massenhafte Tötung männlicher Küken

 

Düsseldorf Nordrhein-Westfalen untersagt als erstes Bundesland die massenhafte Tötung männlicher Küken. Die entsprechenden Verfügungen haben die Behörden vergangene Woche den Brütereien zugestellt.

Die sogenannten Eintagsküken werden bei der Legehennen-Zucht in Großbetrieben bislang als unerwünschtes Nebenprodukt umgehend getötet. Die Betriebe können innerhalb von vier Wochen gegen die Ordnungsverfügung klagen, andernfalls werde sie bestandskräftig, teilte das Landwirtschaftsministerium am Montag in Düsseldorf mit. Die Brütereien haben eine einjährige Übergangsfrist. Bis zum 1.Januar 2015 müssen Alternativen gefunden sein. Hintergrund des NRW-Vorstoßes ist eine neue Rechtsauffassung der Staatsanwaltschaft Münster, die das Töten männlicher Eintagsküken als tierschutzwidrig ansieht.

"Tiere sind Lebewesen und keine Abfallprodukte landwirtschaftlicher Produktions-prozesse", sagte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Grüne) laut der Mitteilung. Er sieht nach dem Bekanntwerden des NRW-Vorstoßes bereits eine bundesweite Debatte angestoßen.Die Landwirtschaftskammer NRW betonte, für ein wirksames Vorgehen müsse der Fall auf EU-Ebene angegangen werden. Sollte die Massentötung lediglich in NRW verboten werden, würden Zuchtküken aus Niedersachsen oder Polen gekauft, sagte Sprecher Bernhard Rüb. "Ändern wird sich dann nicht viel."

In Deutschland werden jährlich rund 50 Millionen männliche Eintagsküken getötet. Die Brütereien in NRW hätten daran einen Anteil von 5,4 Prozent, teilte das Ministerium mit. Produzentenland Nummer eins ist Niedersachsen. Die Zucht von Legehennen ist ausschließlich auf die Produktion von Eiern ausgerichtet. Für die Mast sind die männlichen Küken auch nicht geeignet. Dafür werden eigene Züchtungen genutzt.

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