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Am 27.01.2010 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna. Von Carsten Fischer

Wenn Kater und Eulen sich um die Maus zanken

Weiße Winterlandschaft: Jäger und Naturschützer raten zu Vogelfütterung

Mühlhausen Die Landschaft-ein Traum in Weiß. Auch auf Bäumen und Sträuchern bleibt der Schnee liegen. Jetzt ist die Zeit, Singvögel zu füttern, rät der Jäger Heinrich Wisselmann.

Der Vorsitzende des Hegerings Unna hat bei bitterkaltem Wetter auch die Tierwelt im Sinn, wenn er durch die malerische Mühlhauser Mark stapft. “Man kann sehen, dass die Singvögel auf die Fütterung angewiesen sind”, sagt der Landwirt. “Den Greifvögeln und Bussarden können wir leider nicht helfen. Sie leiden durch Schnee und Frost und kommen nicht an die Mäuse”. Das Winterwetter führt rund um Borgmühl, dem Hof der Wisselmanns, zu einer regelrechten Völkerwanderung in der Tierwelt. Die Greifvögel haben das Nachsehen. “Die Mäuse und Ratten suchen die Häuser auf. Jetzt kommt die Invasion, auf die wir Bauern uns einstellen müssen.”

Wenn Maus und Mäuserich gemütlich im Stroh kuscheln oder an den Vorräten knabbern, gibt es einen lachenden Dritten. Die Katze liegt auf der lauer und freut sich über die “Wuppertaler Festwochen”-ein Schmaus am laufenden Band. Manchmal funkt aber die Schleiereule dazwischen. “Wenn die auf den Strohboden fliegen, sitzt da auch eine Katze, die auch eine Maus haben will “, erzählt Wisselmann. Die Schleiereule wird bei Landwirten sehr geschätzt. Viele Scheunen haben Eulentüren, damit die Mäusejäger dort Einlass finden. Die Schleiereule, die die Nähe zu Menschen nicht scheut, liebt Brutplätze auf Bauernhöfen

Um das Wild macht sich Jäger Wisselmann keine Sorgen. “Hasen und Rehe haben bei dieser Schneehöhe noch kein Problem. Die kratzen den Schnee einfach weg und fressen zum Beispiel Blätter von Brombeeren”, erzählt der Naturexperte. Der Naturschutzbund (Nabu) weist darauf hin, dass die Vogelfütterung in Städten und Dörfern etwa 10 bis 15 Vogelarten zugute kommt. Dazu zählt der Nabu-Vogelexperte Dr. Markus Nipkow Meisen, Finken, Rotkehlchen und Drosseln. Die meisten von ihnen haben laut Nabu stabile oder wachsende Populationen, und keine dieser Arten sei in ihrem Bestand gefährdet. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (zum Beispiel den seltener werdenden Haus- und Feldsperlingen) erreiche das Füttern rund um das Haus also nicht diejenigen Vögel, die im Mittelpunkt notwendiger Schutzbemühungen stehen sollten.

Dennoch hält der Nabu die Vogelfütterung nicht für überflüssig. Richtig betrieben sei sie Hilfe und Naturerlebnis zugleich. Für Vogelfreunde ist es jedes Mal eine Freude, wenn wieder einmal ein Piepmatz auf dem Meisenknödel landet und munter an den Körnern  pickt.

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Am 08.02.2010 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna. ho

Hund trifft Jogger

Hundesportverein bietet neuen Team-Test-Kurs am Oelpfad an

Holzwickede. Beim Gassi gehen kommt es regelmäßig vor, dass sich Hunde und Jogger begegnen. Damit der Vierbeiner dabei ganz gelassen bleibt, gibt es eine spezielle Ausbildung. Der Hundesportverein Holzwickede startet am 5. März einen neuen Team-Test-Kurs. Jeweils freitags ab 18.30 Uhr werden Hunde aller Rassen und Mischungen ausgebildet. Der Kurs dauert bis zum 11. Juni. Treffpunkt von Vier- und Zweibeinern ist das Übungsgelände am Oelpfad.

Angeboten wird die Grunderziehung des Hundes (Leinenführung, Sitz und Platz), ein Verkehrssicherheitstraining (Begegnung mit Joggern, Radfahrern usw.) sowie theoretischer Unterricht (Erste Hilfe am Hund, Pflege des Hundes usw.). Der Hundesportverein stellte am Samstag die Verantwortlichen für den neuen Kurs vor: Gabi Nelson ist seit 1994 Mitglied im Verein, seit 1999 als Team-Test-Trainerin mit kurzer Unterbrechung tätig. Udo Tschirner ist Team-Test-Trainer mit 30-jähriger Erfahrung mit Hunden. Er leitet eine Hundestaffel bei der Bundeswehr. Als Trainer-Anwärterin ist die 17-jährige Caroline Müller dabei. Sie ist bereits im Turnier-Hundesport erfolgreich.

Die persönliche Anmeldung ist am 5.März ab 18 Uhr im Vereinsheim des Hundesportvereins möglich. Voraussetzung zur Teilnahme sind der Impfnachweis und der Nachweis der Haftpflichtversicherung, die bei der Anmeldung unbedingt mitzubringen sind.

Auskünfte über diesen Kurs gibt es bereits unter Tel. 0231 / 55 86 206 (Gabi Nelson) ab 19 Uhr oder. Tel. 0175 /  41 35 165 (Udo Tschirner).

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Am 26.02.2010 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna. Von Nadja Schöler

Tierschützer wollen die Zwangskastration

Katzen im Kreis vermehren sich “maßlos”

Kreis Unna. Die Tierschützer im Kreis Unna sehen dem Frühling nicht mit so viel Freude entgegen wie andere. Denn mit den wärmeren Temperaturen bekommen sie noch mehr zu tun. Dann brechen viele Hauskatzen aus und vermehren sich maßlos mit verwilderten Artgenossen.

Aus allen Städten im Kreisgebiet laufen beim Tierschutz Meldungen über verwahrloste, ehemalige Hauskatzen ein. Dann rücken die Mitarbeiter aus und fangen die Katzen ein. Bevor die Vierbeiner kastriert werden, müssen sie meist zunächst aufgepäppelt werden. Wenn die Tiere kastriert und wieder gesund sind, müssen sie wieder freigelassen werden, denn vermittelbar sind sie nicht mehr. Begrüßt wird die radikale Entscheidung, mit der die Stadt Paderborn ihrer Katzenplage begegnet. Dort müssen alle Besitzer ihre Hauskatze zwangskastrieren lassen und die Kosten dafür tragen. Am kommenden Mittwoch wird diese Maßnahme Thema bei einer Versammlung des Landestierschutzverbandes in Herne sein.

Auch in der Tierarztpraxis von Dr. Sigrid Schleich macht sich die ausufernde Zahl der Katzen bemerkbar. “Viele Besitzer meinen, es müsse so sein, dass ihre Katze sich vermehrt, dass es ihr dann gut gehe”, so die Veterinärin. Auf ihrem Behandlungstisch landen immer häufiger kleine Katzenwelpen, die ihre Besitzer aus privater Hand gekauft haben. “Die sind dann häufig krank, obwohl sie im Haus aufgewachsen sind”, erklärt die Tierärztin. Diese Tiere sind geboren, weil das Muttertier sich mit einem verwilderten Kater gepaart hat. Der Modellversuch in Paderborn ist nach Ansicht der Tierärztin ein erster Schritte in die richtige Richtung.

Die Zwangskastration, die in Paderborn schon 2006 eingeführt wurde, zeigt dort erste Erfolge. Im vergangenen Jahr sind dort 800 Katzen kastriert worden. Besitzer, die ihre Tiere nicht kastrieren lassen, müssen 120 Euro Strafe zahlen. Auch andere Städte und Kommunen in NRW ziehen die Maßnahme in Betracht, etwa Düsseldorf oder Siegen. Im Kreis Unna ist das Thema zwar schon oft diskutiert worden, doch die Ordnungsämter halten die Maßnahme der Zwangskastration noch nicht für notwendig. “Wir unterstützen die Tierschützer vereinzelt bei ihren Aktionen. Wir haben in der Vergangenheit die Kosten für vier bis sechs Kastrationen übernommen”, sagt Helga Windau, Teamleiterin Ordnungsrecht bei der Stadt Fröndenberg. Die Kosten seien aber insgesamt so hoch, dass sie die Stadt angesichts der schlechten Haushaltslage nicht übernehmen könne. Wenn das Problem noch schlimmer werde, denke man aber durchaus über eine Kastrationpflicht nach. Auch in anderen Städten im Kreisgebiet steht die Maßnahme noch nicht auf dem Plan.

Fakten: Die Maßnahme, alle Hauskatzen kastrieren zu lassen, stammt von der Tierschutzorganisation Peta. Diese hatte 120 Städte angeschrieben und zur Zwangskastration geraten. In Bonn und Aachen wird das Gebot diskutiert, in Siegen ist es durch den Umweltausschuss bestätigt worden.

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Am 30.03.2010 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna. Von Nadja Schöler

Tiere reisen mit Flugpaten in ein besseres Leben

Junge Tierschützerin aus Unna organisiert Überführungen aus Spanien

Kreis Unna.  Sandra Lopez liebt Tiere. Die 21-jährige Unnaerin mit spanischen Wurzel wollte nicht mehr mit ansehen, wie herrenlose Hunde in ihrem Herkunftsland misshandelt und getötet werden. Sie organisiert jetzt Flugpatenschaften, bei denen Urlauber auf ihrem Rückflug aus Spanien ein Tier überführen und seinem neuen Besitzer übergeben.

Sandra Lopez ist der Organisation "Treue Pfoten in Not" beigetreten, einem Zusammenschluss aus neun jungen Frauen, die sich über Deutschland verteilt um die Vermittlung von Hunden und Katzen aus Spanien kümmern. Die Frauen unterstützen ein Tierheim im südspanischen Urlaubsort Cadiz. Dort haben die Tierheim-Mitarbeiter alle Hände voll zu tun, um herrenlose und streunende Hunde vor dem Tod zu bewahren. In Spanien werden Hunde, die keine Besitzer mehr haben, in Tötungsstationen gebracht, wo sie nach drei Wochen eingeschläfert oder erschossen werden. Hunde, die an Rennen teilnehmen, werden nach einer Saison am Baum aufgehängt oder müssen verhungern. "In Spanien gibt es nicht solche Tierschutzgesetze wie bei uns. Kurz vor Beginn der Urlaubssaison gibt es Reinigungsaktionen. Streunende Tiere werden getötet, damit alles sauber ist, wenn die Touristen kommen", berichtet Sandra Lopez.

Deshalb versucht die junge Unnaerin, möglichst viele Urlauber zu finden, die auf ihrem Rückflug auf ihren Namen ein Tier mitnehmen. Das Ganze geht recht einfach. Aus dem Internetportal Flugpate.com oder Flugpate.de müssen sich Interessenten registrieren. Wenn jemand als Zielflughafen Jerez oder Sevilla angibt (beides liegt in der Nähe des Tierheims, mit dem die Frauen kooperieren), kann Sandra Lopez das sofort sehen. Dann meldet sie sich bei den künftigen Flugpaten und regelt alles Weitere mit ihnen. Für die Paten ist der Transport weder mit großem Aufwand noch mit Kosten verbunden: "Am Flughafen in Spanien kommen die Tierschützer direkt zum "Check in". Sie helfen den Paten beim Einchecken und bringen das Tier zum Sperrgepäck" erklärt Sandra Lopez. Mitreisen dürfen nur Tiere, die schon an neue Besitzer vermittelt wurden. Diese nehmen die Flugpaten am heimischen Flughafen in Empfang. Sandra Lopez weiß, dass viele, die sich für eine Patenschaft interessieren, erst skeptisch sind. "Sie haben Angst, dass die neuen Besitzer nicht zum Flughafen kommen. Aber das passiert nicht. Die Besitzer haben schon eine Schutzgebühr für die Tiere bezahlt. Außerdem bekommen die Paten die Handynummern der Besitzer."

Die Flugpaten, die Sandra Lopez betreut, leben in ganz Deutschland verteilt. Sie sind in der Regel bereit, auch weitere Strecken zu fahren, um ihren neuen Schützling vom Flughafen abzuholen. Nur in Ausnahmefällen springt die ambitionierte Tierschützerin ein. "Am 12. April hole ich für einen Mann aus Bremen einen Hund aus Düsseldorf ab und bringe ihn zum Flughafen Münster / Osnabrück. Dort holt der neue Besitzer ihn ab." Zuhause hat die 21-jährige auch einen Hund. Selbstverständlich stammt der Vierbeiner aus Spanien. Gerne hätte sie noch einen weiteren."Aber ich weiß, dass mein Hund mich mit niemanden teilen will." 

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Am 29.06.2010 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna. Von Christina Spill

Massener Hundeflüsterer mit einem Herz für Tiere

Vor zehn Jahren gründete Klaus Nagel den Freizeit-Hundeclub Massen

Massen Klaus Nagel ist ein ausgesprochener Hundefreund - er kann einfach gut mit den Tieren, wie er selbst sagt. Vor zehn Jahren gründete er den Freizeit - Hundeclub Massen. Am Anfang war Laika, und die machte es Klaus Nagel zu Beginn wirklich nicht leicht. Die Belgische Schäferhündin hatte bereits bei vier Familien Station gemacht, als sie schließlich von ihm "adoptiert" wurde.

Auf ersten Spaziergängen durch den Massener Wald kam Klaus dann mit anderen Hundebesitzern ins Gespräch. "Die suchten auch Anschluss und wollten gerne etwas mit ihren Tieren unternehmen", erzählte Klaus Nagel. So verbrachten Zwei- und Vierbeiner mehr Zeit miteinander, machten Ausflüge in die Stadt - doch ein Platz für ein anspruchsvolles Hundetraining fehlte noch. "Ein Freund erzählte mir, dass in Massen an der Wasserkurler Straße ein Stück Wiese brach liege, und so sind wir 1998 an dieses Grundstück gekommen." Zwei Jahre später gründete Klaus Nagel dort den Freizeit-Hundeclub Massen. Eine kleine Hütte mit Unterstand ist seitdem entstanden, und auf der Wiese  davor fordern Reifen, Hürden, Tunnel und hölzerne Brücken die Hunde sportlich heraus. Zweimal in der Woche treffen sich die zwölf Hundebesitzer, die zusammen mit ihren Tieren den Hundeclub bilden. Mittwochs von 16 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr lernen Vierbeiner, auf "Sitz!" und "Platz!" zu hören und entwickeln das Zugehörigkeitsgefühl zu ihrem Herrchen oder Frauchen.

"Bei uns kann jeder mitmachen, wir sind kein Hundesportverein, sondern ein Freizeitclub", erklärt Klaus Nagel. Früher kamen Herrchen und Hunde sogar in den Genuss eines Trainers, der regelmäßig den Treffen beiwohnte, nun steht Klaus Nagel den Hundehaltern mit Tipps und Tricks zur Seite. Er hat im Turnierhundesport jahrelang Erfahrung und war mit Laika im DVG Oberaden aktiv. "Wir machen viele Spaziergänge durch den Wald, damit sich die Hunde beispielsweise an Fahrräder und Jogger gewöhnen. Die Tiere sollen bei uns spielerisch lernen", so Klaus Nagel zu den Aktivitäten des Clubs. Dazu gehören natürlich auch die Leckerchen zur Belohnung. Auch Hunde, die Probleme mit anderen Vierbeinern haben, werden entsprechend trainiert. Zudem gibt es regelmäßig Ausflüge ins Unnaer Zentrum oder in den Zoo nach Hamm. Hannelore und Waldemar Dressler sind schon seit zehn Jahren mit dabei. Sie und ihr Berner Sennhund Nico mögen es in Massen: "Man sieht einfach, dass die Tiere sich freuen", meint Hannelore Dressler.

Am Sonntag, 4. Juli, startet ab 11 Uhr auf dem Hundeplatz der erste Massener Hundespaß: Zugunsten der Tierhilfe Nemamiah aus Bönen organisieren der Hundeclub, Stefanie Rousek von der Hunde- und Katzenboutique "doggyboxx" und Tierärztin Stefanie Heide-Röller einen Flomarkt, Infostände, eine kostenlose Hundeohrenuntersuchung, eine Rallye durch den Wald und die Kür des schönsten Hundes.

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Am 09.10.2010 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna.

Tierärztin lehrt erste Hilfe für Hunde

Stefanie Heide-Röller ist Vorsitzende des Deutschen Teckelklubs 1888 Unna

Unna Es passiert ja ganz schnell; Man tritt auf einen spitzen Stein oder wird Opfer stechender Insekten. Ein Mensch ist zügig versorgt - aber was tun, wenn der Familienhund sich verletzt? Stefanie Heide-Röller ist Tierärztin und weiß, wie Hundehalter reagieren sollten, wenn sie an ihren vierbeinigen Lieblingen eine Verletzung entdecken. Jetzt zeigte sie rund 30 Interessierten, was im Ernstfall zu tun ist - beim Erste-Hilfe-Kurs für Hunde in der Gaststätte Mersmann.

Zur Einführung gab es eine Powerpoint-Präsentation, die den Anwesenden vermitteln sollte, wie man einen Pfoten- oder Ohrverband anlegt oder welche Medizin für die Erstversorgung Sinn macht. Die beiden Rauhhaardackel Rosa und Socke ließen geduldig alle Übungsmaßnahmen über sich ergehen - zudem standen einige Stofftiere zur Verfügung, die die Teilnehmer fleißig mit Verbänden versorgten. Für das Abpolster tierischer Zehen musste die Hand des jeweiligen Nachbarn herhalten.

Der nächste Erste-Hilfe-Kurs mit Heide-Röller ist für März 2011 geplant. Die Tierärztin ist Vorsitzende der Gruppe Unna des Deutschen Teckelklubs. Der Begriff stammt aus der Jägersprache; gemeint sind Dackel. Die Unnaer Gruppe bemüht sich, auch die jagdlichen Veranlagungen ihrer tierischen Freunde zu fördern und nimmt regelmäßig an entsprechenden Prüfungen teil. Allerdings sind die Angebote des Vereins, der mittlerweile rund 125 Mitglieder hat, nicht nur auf Dackel-Besitzer beschränkt. Auch alle anderen Hundehalter sind eingeladen, an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. Wer mehr über die Angebote des Vereins erfahren möchte, kann immer dienstags auf dem Hundeplatz an der Hertingerstraße 158 vorbeischauen. Dort trainieren die Teckel und ihre Herrchen gemeinsam. 

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Am 05.11.2010 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna. Von Thomas Raulf

Der Weg der Not leidenden Vierbeiner

Es gibt Notpläne für verletzte Tiere, aber sie sind nicht ganz einfach

Kreis Unna.  Eine schwerkranke Katze taucht im Garten auf, Tierfreunde erkennen: sie braucht dringend Hilfe. Doch wer ist zuständig? Eine Unnaerin hat jetzt eine kleine Odyssee erlebt, weil sie einem Tier helfen wollte.

Die junge Frau aus Lünern entdeckte das Tier. Es war bereits von Parasiten befallen. Sie nahm es auf und machte sich auf die Suche nach Hilfe. Beim Kreistierheim stand sie am Wochenende vor verschlossener Tür, der nächste Tierarzt war laut Notdienstplan im fernen Selm. Schließlich blieb der Tierfreundin nichts als der Weg zur Polizei. Die Beamten hätten die Katze netterweise zur Tierklinik in Schwerte gebracht, wenn das Tier nicht vorher schon an seinen schweren Krankheiten verendet wäre. Dabei gibt es Strukturen, nach denen die Versorgung von Tieren geregelt ist. Wer nachts ein Tier in Not findet, kann sich an die Rettungsleitstelle wenden (s. unten: Notfälle). Die Mitarbeiter dort haben die Bereitschaftsnummern aller kommunalen Ordnungsämter, die laut Kreis grundsätzlich für Fundtiere verantwortlich sind. Die Ordnungsbehörden sollen dann einen Fahrdienst bestellen, der das Tier ins Tierheim oder zu einem Veterinär bringt.

Das Tierheim ist tatsächlich nur achteinhalb Stunden pro Woche geöffnet. Diese Zeiten auszudehnen, sei aus finanziellen Gründen nicht möglich, teilt eine Sprecherin des Kreises mit. Sie betont aber, es müsse dank besagter Notdienstregelung auch nachts oder an Wochenenden kein Tier unversorgt bleiben. Während der Rathaus-Öffnungszeiten könnten Fundtiere im Unnaer Fundbüro abgegeben werden. Der Tierschutzverein Unna ist in vielen Fällen der Ansprechpartner, der sich um Not leidende Tiere kümmert.

Notfälle: Das Kreistierheim an der Hammer Straße 117 nimmt Fundtiere entgegen. Öffnungszeiten: samstags 10 bis 12 Uhr, montags 10 bis 12 Uhr, dienstags 13:30 bis 15:40 Uhr, donnerstags 13:30 bis 16 Uhr, Tel. 02303 / 69505. Außerhalb der Öffnungszeiten sollen sich Menschen, die ein Tier in Not gefunden haben, bei der Rettungsleitstelle des Kreises melden, Tel. 02302 / 16001.    

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