website security

_______________________________________________________________________________

Am 02.04.2008 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna. Von Andre Wagner

Mehr Platz, um dem Gaul ins Maul zu schauen

Erweiterung der Tierarztpraxis von Dr. Stefan Odenkirchen ist in der kommenden Woche Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung

Unna. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Doch beim Pferdekauf sieht  die Sache schon anders aus.

Tierarzt Dr. Stefan Odenkirchen hat sich auf Pferdemedizin spezialisiert, erstellt viele Kaufgutachten. Er plant, eine Bewegungshalle mit überdachter Lahmheits- untersuchungsbahn für Pferde zu errichten. “Die Orthopädie in der Pferdemedizin hat sich stark entwickelt. Ich muss mich entscheiden: Bediene ich diesen Markt oder nicht”, fragt sich Dr. Odenkirchen. Um einer fachgerechten medizinischen Diagnostik und der gutachterlichen Tätigkeit gerecht zu werden, sei die Erweiterung zwingend notwendig.

Am Mittwoch kommender Woche, 9. April, befasst sich der Ausschuss für Stadt- entwicklung, Bauen und Verkehrsplanung in seiner ersten Sitzung nach der Osterpause unter anderem mit dem Antrag der Tierarztpraxis an der Hertinger- straße. Der Ausschussvorsitzende Gerd Steinschen hält die Pläne persönlich für sinnvoll: “Wir ziehen immer in Betracht, ob es sich um innenstadtschädliche Überlegungen handelt. Dies ist hier ganz klar nicht der Fall.” Der Ausschuss trifft sich in der nächsten Woche zu einer ersten Vorbesprechung. “Daher kann ich noch nichts Konkretes sagen”, so SPD-Politiker Steinschen.

Dr. Stefan Odenkirchen rechnet mit einem “Okay” des Ausschusses. “Die Stadt Unna hat uns bislang sehr unterstützt und hat die Gründe für die Investition verstanden”, freut sich Odenkirchen. Durch die Erweiterung könne auch ein Arbeitsplatz für einen zusätzlichen Tierarzt geschaffen werden. Bislang umfasst das Praxisteam drei. “Wir würden am liebsten sofort mit dem Hallenbau beginnen. Er wird auch optisch ansprechen”, hofft Odenkirchen auf eine schnelle Entscheidung. Dann wäre für seine Praxis der Weg frei, dem Markt zu folgen. Der Trend zeigt: Es werden zwar immer weniger Pferde gezüchtet, dafür aber länger reitbar gehalten. Vom Hobby-Reitpferd bis zum Galopper - bis zu 35 “Patienten” betreuen Dr. Stefan Odenkirchen und seine Kollegen manchmal pro Tag.

Die Bewegungshalle mit überdachter Lahmheitsuntersuchungsbahn würde dem Betreiber auch bei schlechten Witterungsbedingungen eine uneingeschränkte Diagnostik ermöglichen. “Bis jetzt stellen uns die vielen Anfragen noch vor eine Menge Probleme”, sagt Odenkirchen, der die Praxis vor fast genau acht Jahren übernommen hat. Eine Lahmheitsuntersuchung dauert zwischen drei und fünf Stunden. Dabei läuft das Pferd auf einer 30 Meter langen und vier Meter breiten überdachten Bahn. Zur Windseite geschützt, ist die Anlage zur anderen Seite hin geöffnet. “Durch einen Schlauch laufen die Tiere nicht, dann werden sie zu nervös”, erklärt der 43-jährige Tierarzt, der schon auf der Trabrennbahn in Recklinghausen und beim erfolgreichen Trabrennfahrer Heinz Wewering (Goldhelm) gearbeitet hat.

_______________________________________________________________________________

Am 21.05.2008 berichtete der Stadtspiegel aus Unna.

Zeit, Liebe und Geduld für Tiere

Verein “Hauptsache Tierschutz” sucht Pflegestellen für Vierbeiner

Kreis Unna. Etwas mit einem Gegensatz zu erklären, kann sehr hilfreich sein. Hätten Frank und Sabine Rehfuß nicht Liebe und Geduld für Assia gehabt, die Huskie-Hündin könnte keine fünf Minuten alleine bleiben und würde ihr Dasein vermutlich in einem Tierheim fristen. Vor zwei Jahren gründeten sie den Verein “Hauptsache Tierschutz”, der sich zu einem Netzwerk rund um Haustiere entwickelt hat.

 

Einige Mitglieder des Vereins “Hauptsache Tierschutz” (v.l.): Katja Skriginski (Sammy), Sven Skriginski (Banja), Stefan Stindt, Sabine und Frank Rehfuß (Assia).                                                                                              Foto: Reimet

Praktizierter Tierschutz ist Ansichtssache, diese Erfahrung hatten zuvor einige Mitglieder in einem hiesigen Tierschutzverein gemacht. “Der ruppige Umgang mit den Tieren gefiel uns überhaupt nicht”, erklärt Stefan Stindt. Untereinander beschlossen einige Tierhalter, es besser zu machen. Das Ziel lautete: Vermittlung von Pflegestellen für Katzen und Hunde. Den Tierschutz zum Hobby haben viele der rund 25 Mitglieder nach schockierenden Erlebnissen gemacht. Fünf Hunde konnte der Verein bisher vermitteln, derzeit wartet ein Terrier-Mischling auf ein neues Zuhause. Nicht immer lassen sich Job und Hundehobby vereinbaren, stunden- oder tageweise werden Kümmerer gesucht. Ob für drei Tage oder ein dreiviertel Jahr spielt zunächst keine Rolle. Der Verein übernimmt Futter- und Pflegekosten, geht aber auch einige Schritte weiter. Hauptsache Tierschutz berät in Fragen rund um die Tierhaltung. Erfahrene Mitglieder geben Tipps und helfen bei Erziehung und Krankheitsfragen weiter. Der Verein versteht sich als Netzwerk aus Kontakten und Angeboten, die den Alltag mit den Vierbeinern erleichtern. Um Hund und Herrchen aneinander zu gewöhnen, besucht der Verein regelmäßig einen Hundeplatz in Soest. Erforderliche Begleithundeprüfungen können hier absolviert werden.

Erfahrungen tauschen die Tierschützer bei Informationstreffen an jedem zweiten Sonntag im Monat aus. Weitere Informationen geben unter anderem Sabine und Frank Rehfuß (Tel. 02303 / 99 96 15). sr

_______________________________________________________________________________

Am 17.06.2008 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna.

Schutzhaft für alle Katzen

Angst vor dubiosen Kleidersammlern

Holzwickede. Katzenfreunde sollten ihren geliebten Vierbeinern ein paar Tage Hausarrest verordnen. Zurzeit ist in der Gemeinde ein privater Altkleidersammler unterwegs, der im Verdacht steht, die Textiliensammlung lediglich als Tarnung für den wesentlich lukrativeren Fang von Freigängerkatzen zu benutzen.

Das Unternehmen setzt in Wohngebieten Sammelbehältnisse aus und gibt an, den Erlös der Altkleidersammlung zur Unterstützung von Hilfsprojekten in Südamerika zu verwenden. Gibt man jedoch den Namen der Firma in eine Internet-Suchmaschine ein, erhält man Warnmeldungen von Tierschutzgruppen aus verschiedenen Teilen der Republik. Ihnen zufolge benutzt das Unternehmen das Aussetzen und Einsammeln der Sammelkörbe als Vorwand, möglichst langsam mit dem Fahrzeug die Wohngebiete zu durchstreifen und Ausschau nach Haustieren zu halten. Die eingefangenen Katzen würden dann als Versuchstiere an Labors verkauft.

Beim Ordnungsamt gingen gestern mehrere besorgte Anfragen ein. Den mutmaßlichen Tierfänger zu stoppen sei jedoch rechtlich schwierig, “weil man keine Straftaten ahnden kann, bevor diese Begangen werden”, wie es Andreas vom Lehn beschrieb. Sein Tipp: “Wer auf Nummer sicher gehen will, behält seine Katze für ein paar Tage im Haus, bis die Aktion vorrüber ist.”

_______________________________________________________________________________

Am 26.06.2008 berichtete der Hellweger Anzeiger aus Unna.

Körbe und Kater verschwunden

Heerenerin sieht Zusammenhang

Heeren-Werve. Antje Nitsch vermisst seit Montag ihren Kater Tamino. Und die Heerenerin hat mehrere Wäschekörbe in Wohnungsnähe gesehen, die zu Sammlungen aufrufen. Das ist für sie kein Zufall. Aufgefallen ist es der Heerenerin erst, als sie gestern davon in der Zeitung las: Dubiose Geschäftemacher benutzen Kleidersammlungen als Deckmantel, um Katzen zu fangen (wir berichteten). “Da habe ich mich fast an meinem Brötchen verschluckt”, sagt sie. Auch in Heeren-Werve standen graue Körbe. Wie in Holzwickede, als Tierfreunde warnten. Nun ist ihr Kater weg. Am vergangenen Sonntagabend ist das elf Monate alte Tier noch einmal auf Pirsch gegangen, am Morgen war es immer noch nicht zurück.

Nach ihren Beobachtungen standen die Wäschekörbe tagelang am Straßenrand. Wären wirklich Altkleidersammler am Werk, dann wären die Kleider nach dem Regen nicht mehr brauchbar. Sie hofft natürlich, dass der grau-getigerte Kater nicht in die Fänge von Tierhändlern geraten ist. Ein Spaziergänger habe den Kater vielleicht am Heerener Wald gesehen. Trotzdem ist sie zur Polizei gegangen, um das Verschwinden von “Tamino” anzuzeigen. tobe

_______________________________________________________________________________

Am 11.09.2008 berichtete der Hellweger Anzeiger Unna.

Politischer Streit um Hundewiese

Naturschutz kontra Freilauffläche

Unna Wird für eine Hundewiese im Bornekamp ein "Biotop plattgemacht"? Das befürchtet Heinrich Wisselmann (CDU)

Er warnt davor, die 15.000 Quadratmeter große Fläche nördlich der Autobahnbrücke an der Villa Beo zu mähen, "Das ist ein Biotop, das Sie plattmachen wollen", wirft er Ordnungsamtleiter Wofgang Rickert vor. Es gebe genug andere Flächen in dem Naherholungsgebiet, wo die Tiere frei laufen dürften. Rickert hält mit Rückendeckung von zwei Umweltämtern an der Mahd der Wiese fest. Dies ist eine Entgegenkommen an die Hundehalter, nachdem der städtische Ordnungsdienst einige Hundebesitzer gegen sich aufgebracht hatte. Die Mitarbeiter hatten Hundehalter ermahnt, ihre Vierbeiner insbesondere im nördlichen Teil des Bornekamps anzuleinen, wo größtenteils eine Anleinpflicht gilt. Grund waren Beschwerden von Bürgern über Belästigungen durch Hunde.

Hundehalter vermissen eine Klarstellung, in welchem Bereich des Bornekamp-Tals die Anleinpflicht gilt. Verschiedene gesetzliche Regeln machen das Freilauf-Gebiet zu einem Flickenteppich. Eine Beschilderung ist auch künftig nicht geplant, auch die Hundewiese soll nicht als solche markiert werden, versichert Rickert. Die erste Mahd der unberührten Wiese kostet laut Rickert einen "dreistelligen Betrag", der aus dem Ordnungsetat bezahlt wird. Stadtbetriebe-Ausschussvorsitzender Wisselmann (CDU) kritisiert, das Folgekosten auf die Stadtbetriebe abgewälzt würden. "Wir sind überrascht, was die alles machen sollen."

Wisselmanns Bedenken sorgten am Mittwochabend im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung für Diskussionen. Doch bis auf die CDU sah sich keine Fraktion in der Lage, das Thema zu beurteilen. Rickert stellte deshalb die Verwaltungspläne für die Hundewiese zurück.

_______________________________________________________________________________

Am 12.11.2008 berichtete der Stadtspiegel aus Unna.

Ein Leben für den Hund

Erstes Treffen ehemaliger Pflegehunde von “CoSeNot” und ihren neuen Herrchen

Unna / Kamen. Das sich ihr Leben in wenigen Monaten tierisch verändern würde, hatte sich Heike Tölle-Köhlert aus Unna im Dezember 2007 sicher nicht vorge- stellt, als sie einem amerikanischen Cocker ein neues Zuhause gab. Mit dem Leid der Hunde aus dem Tierschutz konfrontiert, setzt sich die Unnaerin seitdem für Cocker und Setter in Not ein und unterstützt als Pflegestelle die Arbeit des Vereins “CoSeNot”.

Der Tierschutzverein CoSeNot wurde im Oktober 2007 um die Tierschützer Melanie Wege und Margarete Hagauer mit dem Ziel gegründet, sich um Cocker und Setter in Not zu kümmern. Der Verein bemüht sich insbesondere um Hunde, die ohne Hilfe keine Hoffnung auf eine artgerechte Haltung und selten eine Überlebensschance haben. CoSeNot nimmt sich dieser Hunde an, betreut sie in eigenen Pflegestellen, stellt die ärztliche Versorgung sicher und vermittelt sie in ein neues Zuhause. Über 50 Mitglieder hat der Verein und zählt fast 200 User im eigenen Vereinsforum. Seit Gründung von CoSeNot konnten im Durchschnitt monatlich zehn Hunde vermittelt werden.

Heike Tölle-Köhlert geht ganz in ihrer Aufgabe auf, den Hunden eine Pflegestelle zu bieten. Angesteckt vom Engagement ihrer Freundin boten auch Ina Kuropka aus Kamen und Sandra Olgemann aus Unna ihr Heim als Pflegestelle für CoSeNot. In wenigen Monaten haben sie gemeinsam unzähligen Hunden geholfen und ihnen ein neues Leben mit Liebe ermöglicht. Der Kontakt zu den Hunden und den neuen Besitzern bleibt auch nach der Vermittlung erhalten. So trafen sich ertsmals die ehemaligen Pflegehunde von Tölle-Köhlert, Kuropka und Olgermann mit ihren Herrchen und Frauchen zu einem gemeinsamen Herbstspaziergang und Erfahrungsaustausch. Wer sich für die Arbeit des Tierschutzvereins CoSeNot interessiert, kann Kontakt zu Heike Tölle-Köhlert aufnehmen (Tel. 02303 / 83065).

_______________________________________________________________________________

© 2002-2016 Tierschutz-Unna