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Hellweger Anzeiger vom 22.01.2014 aus Unna.

Zu unserer Berichterstattung über den Vorwurf der Vernachlässigung von Tieren in einem Fall in Selm erreichte uns folgender Leserbrief:

Tierschutz

Wenn man die Berichterstattung der Zeitung verfolgt, dann stellt sich unweigerlich die Frage, nach welchem Kriterien ein Veterinäramt den Zustand seiner Klientel beurteilt. Müssen die Tiere erst tot auf der Weide liegen, bevor selbiges aktiv eingreift? Die Unzulänglichkeit des Besitzers dürften ja wohl ausreichend in Wort und Bild bewiesen sein. Denn die Tiere sehen ja nicht erst seit drei Tagen  so bescheiden aus. Da gehören Monate zu, ein Pony dermaßen "schlank" zu bekommen. Und noch eine Frage. Wenn der Besitzer schon den Ponys und der Ziege keine artgerechte Haltung und Fütterung zukommen lässt, welche Tiere müssen eventuell in seinem näheren Umfeld ein elendes Leben fristen? Wurde da schon einmal nachgesehen?

Wer glaubt eigentlich, dass sich die Einstellung diese Menschen seinen Tieren gegenüber ändert, weil der Fokus der Öffentlichkeit auf ihn gerichtet ist? Dass er nur mit Druck der Behörde ausreichend füttert, sagt doch viel. Sollte eine finanzielle Ursache den Zustand der Tiere hervorgerufen haben, müsste das nicht erst recht ein Grund zur Abgabe oder Wegnahme der Tiere sein? Schade, dass das Veterinäramt dem allgemeinen schlechten Ruf dermaßen gerecht wird.

Marion Kuehn-Seepe

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