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Hellweger Anzeiger vom 20.01.2005 aus Unna und der Bönener Zeitung vom 02.02.2005.

Zu unserer Berichterstattung über die SPD-Forderung nach einer Privatisierung des Kreis-Tierheimes erreichte uns folgender Leserbrief:

Tierheim

Die Auseinandersetzungen bezüglich des Tierheims Unna haben bereits eine sehr lange Tradition. Immer wieder kam es zu Streitigkeiten zwischen Tierheimleitung, dem Kreis und verschiedenen Tierschützern. Normalerweise zogen die Tierschützer immer den Kürzeren, doch die wirklichen Verlierer sind doch immer die Tiere, und um diese sollte es allen Beteiligten gehen.

Kritikunfähigkeit ist eine gute Beschreibung für Verhalten der zuständigen Stellen des Kreises Unna in diesem Fall. Häufig entstand der Eindruck, dass der Kreis die Probleme einfach aussitzen wollte. Jede Form der Kritik wurde grundsätzlich abgewiesen. Jetzt wurde endlich einmal zugegeben, dass das Personal nicht in der Lage ist , das Fehlen der Ehrenamtlichen aufzufangen. Meiner Meinung nach ist dies auch mit den drei Ein-Euro-Jobber zusätzlich nicht machbar. Der Vorschlag einer Privatisierung ist hier ein großer Schritt in die richtige Richtung. Dennoch sind mit dem reinen Vorhaben nicht alle Probleme aus der Welt geschafft. Es darf nicht nur bei dem Vorschlag bleiben, sondern dieser muss auch verfolgt werden.

Des Weiteren sollte auch für den Zeitraum bis zur wirklichen Privatisierung eine Lösung angestrebt werden, mir der sowohl der Kreis als auch die Tierschützer leben können. Der Einsatz eines Beirats ist ein guter Ansatz, hier sollten alle Beteiligten die Möglichkeit erhalten, sich einzubringen und gemeinsam eine möglichst schnelle Lösung zu finden.

Silke Hüsemann, Werne

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Hellweger Anzeiger vom 14.04.2005 aus Unna.

Zu unserer Berichterstattung über die Privatisierung des Tierheimes erreichte uns folgender Leserbrief:

Tierheim

Schön, dass es doch mal etwas Neues gibt zum Thema Privatisierung des Tierheims und dass dieser gute Ansatz nicht im Sande verläuft.

Eine zügige Umsetzung wäre vor allem im Sinne der Tiere sehr zu begrüßen. Von großem Interesse wäre es sicherlich auch, die unterschiedlichen Bewerber für die Übernahme des Tierheims kennen zu lernen. Vielleicht wäre es ja möglich eine Vorstellung der Organisationen und jeweiligen Konzepte zu erreichen? Zweifelsfrei liegt die Entscheidung bezüglich der Auswahl des richtigen Bewerbers beim Kreis Unna. Dennoch wäre es bestimmt interessant für viele Bürger, die Kandidaten und Auswahlkriterien zu kennen.

Gerade vor dem Hintergrund der ständig wieder auf- kommenden Diskussionen um das Kreistierheim Unna wäre ein transparenter Entscheidungsprozess genau der richtige Weg, um Ruhe einkehren zu lassen.

Denn dort, wo umfassend informiert wird, kann es auch keinen Raum für Missverständnisse und Spekulationen geben.

Silke Hüsemann, Werne

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Ruhr Nachrichten vom 12.05.2005 aus Lünen.

Zu unserem Bericht “Tierschutz hat oberste Priorität für Grüne”  erhielten wir folgenden Leserbrief:

Anzeigen gegen das Kreistierheim

Mit großer Verwunderung mußte ich diesem Artikel entnehmen, dass die Tierschutzorganisation Arche 90 e.V. in Augen der Kreistagsfraktion der Grünen eine „radikale Gruppe von Kampfhundefreunden“ ist.

Bislang bin ich davon ausgegangen, dass ich 1. Vorsitzende einer Tierschutz- organisation bin, die allerdings bei ihrer Tierschutzarbeit keinerlei Unterschiede macht, ob das in Not geratene Tier ein sogenannter „Kampfhund“, ein Zwerg- kaninchen oder ein Minispitz ist, oder ob sich eine Anzeige gegen eine Privat- person, ein Kreistierheim oder ein Kreisveterinäramt richtet.

Ausschlaggebend ist und war bislang immer, ob ein Tier gesetzeswidrig gehalten wurde und/oder gravierende Mißstände vorliegen. Bei den Anzeigen (man achte auf die Mehrzahl) gegen das Kreistierheim Unna ging es u.a. um die nachgewiesene Vergiftung eines Hundes, die tagelang nicht erfolgte tierärztliche Versorgung dieses Hundes, etc.

Wenn dann ehrenamtliche Gassigänger, die an der Unterbringung und Versorgung ihrer Pflegehunde Kritik äußern, als Reaktion auf ihre Kritik Hausverbot erteilt bekommen und sich jetzt als radikal titulieren lassen müssen, ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl ehrenamtlich engagierter Menschen immer mehr abnimmt. Dabei überrascht es uns in keinster Weise, dass bei den durchgeführten Überprüfungen nichts zu bemängeln war. Logisch, denn bei lang vorher ange- kündigten Kontrollbesuchen reicht die Zeit durchaus aus, um auch den verdrecktesten Zwinger zu reinigen und kranke Tiere zu verstecken.

Dabei haben wir keinerlei Verständnis, dass die ortsansässigen Tierschützer diese Zustände tolerieren und entschuldigen.

Heike Beckmann, 1.Vorsitzende Tierschutzorganisation Arche 90 e. V. Dortmund

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Hellweger Anzeiger vom 21.06.2005 aus Unna.

Zu unserer Berichterstattung über die Privatisierung des Tierheims erreichte uns folgender Leserbrief:

Tierheim

Das Tierheim soll ja privatisiert werden und es soll eine Ausschreibung geben. Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen im Tierschutz nicht mehr aktiv sein, aber mein Herz gehört immer noch den Tieren und dem Tierheim. Als ich in den 60er Jahren den Vorsitz im Tierschutzverein Unna übernahm, war im Bauhof an der Viktoriastraße nur eine angefressene und angenagelte Hundehütte für die Fundtiere da. Ich setzte mich für den Bau von fünf festen Zwingern ein, aber leider konnte aus Platzgründen kein Auslauf gebaut werden.

In einer Versammlung sagte mir der ehemalige Kreisdirektor Reiss: Das Tierheim werden sie nie bekommen, geben sie es auf. Ich gab aber nicht auf, sondern ich konnte den SPD-Stadtverbands-Vorsitzenden Hans Claussen und den Bürgermeister Erich Göpfert für die Sache gewinnen. Wir bekamen das Tierheim. Der Tierschutzverein gab zum Bau 150 000 DM dazu, und wir hatten für die damalige Zeit ein vorbildliches Tierheim. Durch unsere Arbeit und meinen persönlichen Einsatz machte der Tierschutz zwei größere Erbschaften. Die Stiftung Zimmermann und die Erbschaft Winterkamp. Damit konnte der Tierschutzverein wieder Geld für Verbesserungen dem Tierheim geben. Ich habe nicht gehört, dass andere Vereine oder Vereinigungen jemals etwas für das Heim getan hätten. Nur einige Chaoten machten es schlecht.

Nach allem wäre es nur gerecht, wenn der Tierschutzverein Unna das Tierheim übernehmen würde, wenn es schon abgegeben werden soll oder muss. Ich meine eine Ausschreibung wäre hier nicht nötig. Es wurden schon andere Projekte zum symbolischen Preis von einer Mark abgegeben.

Hans Sombold, Unna

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Stadt Spiegel vom 20.07.2005 aus Unna.

Einen Leserbrief zur Statt-Spiegel-Kolumne “Tätowierter und gepiercter Schweinekopf” aus der letzten Woche schrieb uns Frank Dünkelwald Asternweg 5 in Unna:

Tierschutzverein pro Versteigerung

”Ich wundere mich über Ihren Kommentar in NR. 28/26. Aufgrund des abgebildeten Fotos nehme ich an, dass Sie Kosmetika, die an “lebenden” Tieren erprobt wurden, ablehnen und nicht benutzen ?

Ferner frage ich mich: Ihr Auto, Benzin oder auch ein Großteil Ihrer Kleidung (Erdöl), erkauft mit dem Leid tausender unschuldiger Menschen - “Georg sei Dank” - stehen Sie abweisend gegenüber und benutzen diese Gegenstände erst gar nicht. Auch kaufen Sie mitnichten nur Fairpreis-Produkte, Kinderarbeit etc. Sich dann über etwas zu echauffieren, was gewiss makaber ist, halte ich für sehr kleingeistig. Der Tierschutzverein Unna ist jedenfalls jedes Jahr über den aufkommenden Versteigerungserlös sehr erfreut.”

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Stadt Spiegel vom 20.07.2005 aus Unna.

Zum gleichen Thema nahm Ursula Horn, Vorsitzende des Tierschutzvereins Unna , Stellung:

“Ein totes Tier hilft den Lebenden”

”...Auf der Tattoo-Party werden überhaupt keine Schweinsköpfe verspeist, lediglich ein allerdings kopfloses Spanferkel am Spieß ist für den Verzehr bestimmt. Eben dieser Schweinekopf eines für den Verzehr bestimmten toten Schweines, der sonst im Schlachtabfall gelandet wäre, wird gepierct und tätowiert und versteigert, das heißt, ein totes Tier hilft den Lebenden. Jeder der Bietenden weiß, dass der Erlös für den Tierschutz bestimmt ist und die Allerwenigsten der Bietenden sind daran interessiert, in den Besitz des Schweinekopfes zu kommen...”

“...Die Menschen, die sich an der Versteigerung beteiligen, wollen mit ihrem Geld unserem Verein helfen, Not, Elend, Krankheit und Hunger von vielen Mitgeschöpfen zu lindern. Davon gibt es in unserem Lande viel mehr, als Sie sich vorstellen können. Wir holen keine Tiere aus dem Ausland, sondern helfen vor Ort. Wir praktizieren Tierschutz, wir sagen Danke für jede Unterstützung, auch für den Erlös der von unserem Mitglied Olaf Kraus veranstalteten Versteigerung des Schweinekopfes, wobei es vermessen ist, die Tatowierer als krank zu bezeichnen.

Ich persönlich werde den Leuten, die dort für die Tiere spenden, wie in den vergangenen Jahren dafür herzlich danken und ihnen erzählen, wie viel Leid wir damit lindern konnten. Dieses Geld ist keinesweg auf traurige Art und Weise zusammen gekommen, wie Sie es darstellen...”

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Stadt Spiegel vom 27.07.2005 aus Unna.

Einen Leserbrief zur Statt-Spiegel-Kolumne von Anja Jungvogel aus der Ausgabe vom 13. Juli schrieb uns Heike Jutta Zapfe aus Unna:

“Tier verachtendes Ritual”

”Ganz herzlichen Dank für Ihren Kommentar im vorletzten Stadtspiegel zum Thema “Piercen eines Schweinekopfes” im Rahmen der Versteigerung beim “Tattoo-Fest” und der höchst fragwürdigen Spende an den Tierschutzverein.

Ich kann Ihrer Haltung nur aus vollem Herzen zustimmen und finde es geradezu pervers, einem toten Tier den Kopf abzutrennen, ihn zu piercen, zu versteigern und den Erlös einem Tierschutzverein zu spenden. Wie demoralisiert und fern jeder Ethik müssen Menschen sein , um sich Derartiges auszudenken? Und wie fragwürdig ist das Selbstverständnis eines Tierschutzvereins, der eine solche Spende auch noch annimmt?

Seit Jahren packen mich Wut und Fassungslosigkeit, wenn ich bei der Ankündigung dieser “Party” erneut das gleiche Tier verachtende Ritual aufgeführt finde. Umso entsetzter war ich über den geradezu dreisten Leserbrief eines Frank Dünwalds und den Brief von Frau Horn, der eigentlich nur zum reihenweisen Austritt sämtlicher Mitglieder dieses “Tierschutz”-Vereins führen müsste - zumindest derjenigen, die eine auch nur ansatzweise vorhandene Definition ihres Vereinsnamens in ihrer Wahrnehmung haben.

Lassen Sie sich nicht verunsichern oder angreifen, dass Sie sich klar und unmissverständlich auf Seiten der Wesen gestellt haben, die uns von  der Schöpfung anvertraut werden und sich selbst gegen solche Missachtungen nicht wehren können ...”

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